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June 7, 2017

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Was darf unsere Hochzeit kosten?

Fang ich doch mal mit einer ganz grundlegenden Frage an.

 

Was darf unsere Hochzeit kosten?

 

Diese Frage solltet ihr euch als allererste beantworten. Denn mit dem Budgetrahmen baut ihr das Fundament. All eure Wünsche sollten sich in diesem Rahmen bewegen und ihr solltet nur mit Geld rechnen, welches ihr auch tatsächlich habt. Sich auf diverse Geldgeschenke zu verlassen, wäre keine gute Idee. Wenn ihr es möchtet und es für euch wichtig ist, klärt mit eurer Familie im vorhinein ab, ob und wie sie euch unterstützen wollen. Und hierbei möchte ich sagen, dass auch mit einem kleinen Budget alles stimmig und wunderschön werden kann. Allerdings kostet eine durchschnittliche Hochzeit in der Schweiz ca. 25`000,- CHF.

 

Um einen weiteren Durchschnitt zu nennen, werden zum Apéro ca. 100 Personen geladen und zum Bankett ca. 60 Personen. Wenn man also berücksichtigt, dass ein einfacher Apéro schon mit ca. 15,- CHF pro Kopf zu Buche schlägt und das wohlbemerkt ohne Raum, Inventar oder Dekoration und es hier bei einem Catering wohl meistens für nicht viel mehr reichen wird,  als für Wein, Orangensaft und Knabberzeug, ist auch dass schon eine beachtliche Summe. Natürlich kann man auch für dieses Budget anders einkaufen und einen Apéro lecker und vielfältig gestalten, allerdings werden hier Freunde und Familie mithelfen müssen. Für einen Apéro mit Catering der Mittelklasse darf man gut ab 25,- CHF pro Person rechnen und bei einem Apèro riche gehen die Preise erst ab 35,- CHF pro Gast los. 

 

Hier die wichtigsten Kostenpunkte die auf euch zukommen werden:

 

- Die Gebühren für das Standesamt

- Eventuelle Gebühren für die Kirche 

- Eventuelle Kosten für einen freie Trauzeremonie

- Miete für Location Apéro und / Bankett und eventuelles Inventar

- Food & Beverage 

- Drucksachen 

- Dekorationen

- Blumen

- Torte

- Ringe

- Musik

- Fotograf

- Fahrzeug

- Outfits

 

Natürlich lässt sich diese Liste noch mit einigem Ergänzen. Hier findet ihr noch den Link zu meinem Budgetplan, den ihr euch gerne ausdrucken könnt. Zu einigen der aufgezählten Kostenpunkte werde ich bald noch detailliert schreiben.

 

Nun sollte man schon bei der Gästeliste realistisch bleiben. Lieber in einem kleineren Kreis mit den Liebsten feiern und auf weniger oder gar nichts verzichten zu müssen, als eine riesen Sause zu veranstalten, die euch aber die Haare raufen lässt, weil ihr finanziell eigentlich gar nicht in der Lage dazu seid.

 

Macht euch eine Prioritätenliste, was darf für euch auf gar keinen Fall fehlen und was ist für euch am Wichtigsten. Hier gehen die Meinung von Braut und Bräutigam oft schon sehr weit auseinander.  Während für den Bräutigam oft Essen, Trinken und gute Stimmung am wichtigsten sind, ist es bei der Braut vielfach die Location, die Dekoration und die Stimmigkeit von allem, welche bei ihr ganz oben stehen.  Einigt euch, so dass es für beide stimmt. 

 

Die in meinem Eröffnungsblog schon mal erwähnten Gruppenchats, beispielsweise bei Facebook, sind meiner Meinung nach nicht für alle Teilnehmer vorteilhaft. Oft wird nach dem Budget der Teilnehmer gefragt und nicht selten lässt sich die ein oder andere Braut verunsichern, ob ihr eigenes Budget denn wohl auch reicht und ob sie ihren Gästen nicht doch auch noch dieses und jenes bieten müsste. Bleibt eurem Budgetrahmen treu und lasst euch zu nichts ermutigen, dass nicht problemlos realisierbar ist.

 

In Punkto Kosten, möchte ich gleich noch ein weiteres Thema miteinbeziehen:

 

Müssen wir  ....  den Trauzeugen etwas schenken? ... Gastgeschenke haben?... Tante Hilde, die wir noch nie gesehen haben, auch einladen?

 

Ein klares Nein. Ein "Muss" ist für Braut und Bräutigam in erster Linie gar nichts. Gastgeschenke an der Hochzeit zu verteilen ist in der Schweiz noch nicht all zu lang Sitte, aber doch momentan ein grosser Hype. Honig oder Marmelade in Einweggläsern, Salz und Pfeffer in Reagenzgläsern, Blütensamen oder Badepralienen und und und, das Angebot ist reichlich. Aber auch hier gilt je nach Grösse der Gästezahl bleibt es nicht bei 10,- CHF die budgetiert werden müssen, sondern oft zwischen 2,- CHF und 5,- CHF pro Gast.

Und versteht mich hier nicht falsch, ich möchte niemandem ausreden Giveaways zu verschenken, ich stelle diese ja selber her ;)

Das gleiche gilt bei den Geschenken für die Trauzeugen, gerne kann man, aber müssen nicht. 

Überlegt euch in beiden Fällen, ob eure Gäste zu schätzen wissen, was ihr ihnen schenkt.

 

Ein kleines Beispiel:

Ich habe vergangenes Jahr für ein Brautpaar Giveaways hergestellt. Wir hatten eine Weile zusammen überlegt, was man denn machen könnte, was a) etwas mit dem Brautpaar zu tun hat und b) nett aussieht und Erinngerungswert haben könnte. Schlussendlich sind wir aufgrund ihrer Kennenlerngeschichte daraufgekommen, ich könnte doch kleine Fläschchen mit Ihrem Logo designen und das eine Fläschchen mit (um hier keine Marken zu nennen) Wermut Rosé  füllen, das andere mit Wermut Bianco. Eine Mr. Fläschchen und ein Mrs. Fläschchen, Schleifchen drum und einen Dankeanhänger. Doch schon einiges an Geld und Zeit die es gekostet hat.

 

 

Als ich dann am nächsten Morgen zum Aufräumen kam, musste ich feststellen, dass die Mehrheit der Fläschchen entweder leer oder ganz gefüllt noch an ihrem Platz standen und nur sehr wenige mit nachhause genommen wurden. Die Gäste haben meist nicht gewusst, dass das Gastgeschenke sind, die sie mitnehmen dürfen, da es in der Schweiz noch nicht Gang und Gebe ist und auch nicht alle Gäste sind auf dem neuesten Hochzeitstrend - Stand, wie zu meist die Braut oder halt die Hochzeitsplanerin.

 

Also überlegt euch, ob ihr Gastgeschenke verteilen wollt und wenn ja, ob diese einen Nutzen haben oder ob es Verbrauchsartikel sind. Vermutlich gibt es bis auf  Mutter, Tante, und S`Grossi nur wenige, die sich sämtliche Erinnerungen von irgendwelchen Feiern in die Vitrine stellen und dem Staub ein Plätzchen bieten. Eigentlich sagt man doch mit dieser kleinen Geste "Schön, dass du da bist und mit uns feierst". "Danke", sagt man mit der Dankeskarte und diese findet dann doch gern ein Plätzchen an der Pinnwand oder im Album. 

 

Um noch zum Punkt Gästeliste zu kommen. Es gibt die Methode die Personen in A - B - und C Gäste aufzuteilen. Nicht gerade schmeichelhaft, aber hilfreich. So teile ich schon die Familie des Brautpaares in diese Kategorien auf und man sieht sehr schnell, wen sie den ganzen Tag an ihrer Seite haben sollten, wer zur Trauung und zum Apéro eingeladen wird und wer vielleicht einfach nur eine schöne Karte bekommt und über das Ereignis informiert wird. Gerade bei südländischen Familien können hier aber grosse Streitigkeiten entstehen, wenn nicht die gaaaaanze Familie eingeladen wird. Oft ist es aber einfach finanziell nicht machbar mehrere 100 Personen einzuladen oder aber es geht schnell das Ambiente einer intimen Feierlichkeit verloren und nimmt Eventcharakter an. 

 

Wie auch immer und für was auch immer ihr euch entscheiden werdet, bleibt eurem Budgetrahmen gerecht. Verbiegt euch für niemanden. Geht keine Kompromisse ein, zu denen ihr nicht 100% stehen könnt und lasst euch nicht Vorschreiben, wie ihr zu feiern habt.

 

In diesem Sinne

eure Hochzeit, euer Tag,

 

eure Petra, die Eventstylistin.

 

 

 

 

 


 

 

 

 

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